21+3 beim Blackjack
21+3 ist eine Nebenwette (Side Bet, also ein Zusatzeinsatz neben der Hauptwette) beim Blackjack, die Ihre ersten beiden Karten mit der offenen Karte des Dealers zu einer Pokerhand aus drei Karten verbindet. Gewertet werden Flush, Straße, Drilling, Straight Flush und meist auch der gleichfarbige Drilling. Der Name beschreibt genau diese Kombination: das Blackjack-Spiel um 21 plus drei Karten für das Pokerblatt. Ob Ihre Hauptwette gewinnt oder verliert, ist für das Ergebnis der Nebenwette ohne Bedeutung.

So wird die 21+3-Wette abgerechnet
Die Nebenwette wird gesetzt, bevor die Karten kommen, und gleich nach dem ersten Austeilen entschieden. Sobald Ihre zwei Karten und die offene Dealerkarte (Upcard) liegen, steht das Pokerblatt fest, und alles, was danach am Tisch passiert, ändert daran nichts mehr.
Die Quoten werden als „zu 1“ angegeben, Ihr Einsatz kommt also zum Gewinn dazu. Ein Beispiel macht das greifbar: Sie halten Herz 7 und Herz 8, der Dealer zeigt Herz 9, und damit liegt ein Straight Flush vor. Bei einer Quote von 40:1 bringen 10 Euro Einsatz 400 Euro Gewinn, zusammen mit dem Einsatz also 410 Euro zurück.
Ergibt sich keine der gewerteten Kombinationen, ist der Zusatzeinsatz verloren, und zwar unabhängig davon, wie die Blackjack-Hand ausgeht. Das passiert in rund neun von zehn Runden. Ob das Ass in einer Straße sowohl hoch (Dame, König, Ass) als auch niedrig (Ass, Zwei, Drei) zählt und welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten, regelt die Spielhilfe des jeweiligen Tisches, weshalb ein Blick dorthin vor dem ersten Chip sinnvoll ist.
Ein Paar zählt in den meisten Varianten nicht.
Wo Ihnen 21+3 am Tisch begegnet
Am häufigsten sehen Sie 21+3 an Live-Casino-Tischen, wo neben dem Feld für die Hauptwette ein eigenes Feld für die Nebenwette liegt. Auch viele digitale Blackjack-Spiele mit Zufallsgenerator (RNG, Random Number Generator) bieten sie an, allerdings nicht jede Variante.
Die gültige Auszahlungstabelle steht in der Spielhilfe, die bei den meisten Tischen über ein Info-Symbol erreichbar ist. Was ich zuerst prüfe, ist genau diese Tabelle, denn derselbe Name steht bei verschiedenen Anbietern für spürbar unterschiedliche Quoten, und der Unterschied zeigt sich erst dort und nicht im Spielnamen in der Lobby.
Am Handy fällt das Nebenwettfeld oft klein aus, und die Spielhilfe liegt eine Ebene tiefer als am Desktop. Wer dort flott spielen will, übersieht die Quoten am leichtesten. Ein weiterer Punkt betrifft Bonusguthaben: Manche Betreiber schließen Nebenwetten vom Wagering aus oder rechnen sie nur teilweise an, und eine einheitliche Regel dafür gibt es nicht.
Die Bonusbedingungen beantworten diese Frage, nicht die Tischgestaltung.
Auszahlungstabellen und Wahrscheinlichkeiten
Die Tabelle stellt die Wahrscheinlichkeiten bei acht Decks einer verbreiteten Tabelle mit 100:1 für den gleichfarbigen Drilling und der klassischen Variante gegenüber, bei der jeder Treffer 9:1 zahlt. Die Werte stammen aus den veröffentlichten Rücklaufberechnungen von Wizard of Odds, nicht aus eigenen Runden am Tisch.
| Kombination | Beispiel | Chance (8 Decks) | Tabelle 100:1 | Klassisch 9:1 |
|---|---|---|---|---|
| Gleichfarbiger Drilling | Pik D, Pik D, Pik D | 0,0244 % | 100:1 | 9:1 (als Drilling) |
| Straight Flush | Herz 7, 8, 9 | 0,2063 % | 40:1 | 9:1 |
| Drilling | Karo 5, Kreuz 5, Herz 5 | 0,5169 % | 30:1 | 9:1 |
| Straße | Kreuz 4, Herz 5, Pik 6 | 3,0947 % | 10:1 | 9:1 |
| Flush | Karo 2, 9, König | 5,8841 % | 5:1 | 9:1 |
| Kein Treffer | Paar oder nichts | 90,2736 % | Einsatz verloren | Einsatz verloren |
Hausvorteil und häufige Verwechslungen
Aus der Tabelle mit 100:1 ergibt sich bei acht Decks ein Hausvorteil (der durchschnittliche Anteil des Einsatzes, den das Casino behält) von 3,70 %, also ein RTP von 96,30 % für diese Version. Zahlt derselbe Tisch für den Drilling 25:1 statt 30:1, steigt der Hausvorteil laut derselben Quelle auf etwa 6,29 %. Die klassische 9:1-Variante liegt bei acht Decks bei 2,74 % und bei sechs Decks bei 3,24 %, mit zwei Decks dagegen bei 7,26 %, weil sich mit weniger Karten die Gewinnkombinationen seltener bilden.
Eine RTP-Angabe zu 21+3 ohne Nennung der Tabelle und der Deckanzahl ist deshalb unbestätigt.
Verwechselt wird 21+3 oft mit Perfect Pairs, einer anderen Nebenwette, die nur Ihre beiden eigenen Karten auf ein Paar prüft und die Dealerkarte ignoriert. Ebenso leicht passiert die Verwechslung mit „21+3 Xtreme“, einer Variante mit der Tabelle 30-20-10-5 ohne gleichfarbigen Drilling, die bei sechs Decks einen Hausvorteil von 13,39 % erreicht.
Mit dem Blackjack der Hauptwette, der meist 3:2 zahlt, hat 21+3 nichts zu tun: Die Nebenwette kennt keine Punktzahl, nur Pokerblätter. Eine hohe Spitzenquote von 100:1 sagt außerdem wenig über den Wert der Wette, solange der Flush mit über fünf Prozent Wahrscheinlichkeit die meisten Treffer liefert.
Verwandte Begriffe
Mehr über Online Casinos
Neueste Ratgeber

- Boni
- Strategie


