Kursschwankung bei Sportwetten

Bernhard Wimmer
Zuletzt aktualisiert am 13. Juli 2026, 12:24
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Eine Kursschwankung ist die Veränderung einer Wettquote zwischen dem Moment, in dem man sie auf den Wettschein legt, und der endgültigen Annahme der Wette durch den Buchmacher. Im weiteren Sinn meint der Begriff jede Bewegung eines Kurses vom ersten Angebot bis zum Anpfiff oder während eines Live-Spiels. Für die Auszahlung zählt allein jene Quote, die im Moment der Annahme gilt. Ist der Wettschein einmal angenommen, bleibt sein Kurs fix, egal wohin sich der Markt danach bewegt.

Kursschwankung

Wie man eine Kursschwankung berechnet

Die Schwankung selbst ist schlicht die Differenz zwischen alter und neuer Quote. Aussagekräftig wird sie erst, wenn man beide Werte über die Formel 1 / Quote in eine implizite Wahrscheinlichkeit umrechnet.

Ein Beispiel mit 100 Euro Einsatz: Die Quote fällt von 2,50 auf 2,20, bevor der Schein angenommen ist. Statt 250 Euro zahlt die Wette im Gewinnfall nur noch 220 Euro aus, und die implizite Wahrscheinlichkeit steigt von 40 auf rund 45 Prozent. Bei einer Kombiwette wiegt derselbe Rückgang schwerer, weil sich die Einzelquoten multiplizieren und jede kleine Bewegung die Gesamtquote mitzieht.

Dreißig Euro weniger für exakt dieselbe Wette.

Wo Kursschwankungen am Wettschein auftauchen

Am häufigsten begegnet man ihr bei Live-Wetten, wo sich Quoten laufend ändern und ein Wettschein mit mehreren Tipps oft neu bestätigt werden muss.

Österreichische Anbieter wie win2day und tipp3 lösen das über eine Einstellung am Wettschein: Man akzeptiert keine Änderungen, nur Erhöhungen oder jede Änderung. Wie weit sich die Quote dabei bewegen darf, legt jeder Buchmacher selbst fest, einen einheitlichen Standard gibt es nicht. Bei win2day reicht die Bandbreite in einem veröffentlichten Beispiel für eine Livequote von 1,34 von 1,24 bis 1,44, und sie gilt pro Einzeltipp statt für die Gesamtquote einer Kombiwette.

Wer jede Änderung akzeptiert, nimmt schlechtere Kurse ohne Rückfrage in Kauf; die Einstellung „nur Erhöhungen“ ist daher die bessere Wahl.

Kursschwankung, Marge und Varianz unterscheiden

Oft wird die Kursschwankung mit der Buchmachermarge verwechselt. Die Marge ist der eingebaute Aufschlag eines Marktes: Man addiert die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge, und der Anteil über 100 Prozent bleibt beim Anbieter.

Eine Quote kann sich also bewegen, ohne dass sich die Marge ändert. Senkt der Buchmacher den Kurs auf den Favoriten und hebt den Gegenkurs im gleichen Ausmaß an, bleibt die Summe der Wahrscheinlichkeiten unverändert.

Auch die Varianz eines Slots ist kein Synonym, denn sie beschreibt nur, wie stark Gewinne bei gleichem RTP streuen.

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