Non-Sticky Bonus erklärt
Ein Non-Sticky Bonus ist ein Einzahlungsbonus, bei dem Echtgeld und Bonusguthaben getrennt geführt werden und man zuerst mit dem eigenen Geld spielt, das bis dahin ohne Umsatzbedingungen auszahlbar bleibt. Erst wenn das Echtgeld verspielt ist, kommt das Bonusguthaben zum Einsatz, und ab diesem Moment gilt der Wagering. Im Englischen heißt dieses Modell auch Parachute Bonus, weil der Bonus wie ein Fallschirm erst im Verlustfall aufgeht.

Wie die getrennten Guthaben funktionieren
Nach der Einzahlung führt das Konto zwei Salden: das eingezahlte Echtgeld und den Bonusbetrag. Jeder Einsatz wird zuerst vom Echtgeld abgebucht, während das Bonusguthaben unberührt im Hintergrund liegt.
Gewinnt man in dieser ersten Phase, lassen sich Einzahlung und Gewinn auszahlen, ohne dass auch nur ein Euro umgesetzt werden muss. Der Preis dafür ist der Bonus selbst, denn er verfällt bei einer solchen Auszahlung in der Regel vollständig.
Ist das Echtgeld aufgebraucht, wechselt das Konto in den Bonusmodus.
Ab dann gelten alle Regeln aus dem Bonusteil der Bedingungen: der Umsatzfaktor, ein Höchsteinsatz pro Runde, eine Frist und die Spielgewichtung, die festlegt, welcher Anteil eines Einsatzes je Spielkategorie angerechnet wird. Einen Branchenstandard für diese Werte gibt es nicht, jeder Anbieter legt sie selbst fest. Auch ob sich der Faktor auf den Bonus allein oder auf Bonus plus Einzahlung bezieht, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter und verändert den nötigen Umsatz erheblich.
Beispielrechnung mit 100 Euro Bonus
Angenommen, man zahlt 100 Euro ein und erhält 100 Euro Non-Sticky Bonus mit einem Umsatzfaktor von 35x auf den Bonusbetrag. Der nötige Umsatz ergibt sich aus 35 mal 100 Euro.
Das sind 3.500 Euro Gesamteinsatz, bevor Bonusgewinne auszahlbar werden.
Wächst das Echtgeld in der ersten Phase auf 250 Euro an, kann man diese 250 Euro sofort abheben. Die 100 Euro Bonus verfallen dabei, und es bleibt kein Umsatz offen.
Verliert man dagegen die gesamte Einzahlung, beginnt der Umsatz mit 100 Euro Bonusguthaben. Bei einem Höchsteinsatz von 5 Euro pro Runde braucht man mindestens 700 Einsätze, um auf 3.500 Euro zu kommen. Über so viele Runden wirkt der Hausvorteil, also die Differenz zwischen RTP und 100 Prozent, bei jedem einzelnen Einsatz mit, und genau dort entscheidet sich, ob vom Bonus am Ende etwas übrig bleibt.
Ein Bonus von 200 Euro mit 50x Umsatz verlangt dagegen 10.000 Euro Einsatz und ist damit trotz des doppelten Betrags das schwächere Angebot.
Abgrenzung zum Sticky Bonus
Verwechselt wird der Non-Sticky Bonus vor allem mit dem Sticky Bonus, der auch Phantom-Bonus heißt. Dort landen Einzahlung und Bonus in einem gemeinsamen Saldo, und schon die Einzahlung ist an den Umsatz gebunden.
Mit den Zahlen von oben sieht das so aus: Man spielt das gemeinsame Guthaben von 200 Euro auf 300 Euro hoch und erfüllt den Umsatz. Ausgezahlt werden 200 Euro, weil die 100 Euro Bonus bei der Auszahlung abgezogen werden und im Konto „kleben“ bleiben.
Für den Spieler ist der Sticky Bonus damit klar das schlechtere Modell.
Die Begriffe werden allerdings nicht einheitlich verwendet. Manche Seiten nennen jeden Bonus non-sticky, der nach erfülltem Umsatz samt Bonusbetrag auszahlbar ist, auch wenn Echtgeld und Bonus in einem Saldo liegen und die Einzahlung von Anfang an gebunden ist. Was ich deshalb zuerst prüfe, ist nicht das Etikett im Angebot, sondern zwei Punkte in den Bedingungen: ob Echtgeld vor dem Bonus eingesetzt wird und ob eine Auszahlung vor Umsatzende nur den Bonus oder auch das Echtgeld kostet.
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