Push (Unentschieden)
Ein Push ist ein Unentschieden zwischen Ihrem Einsatz und dem Ergebnis, bei dem Sie weder gewinnen noch verlieren und den ursprünglichen Einsatz vollständig zurückbekommen. Der Begriff stammt vom Blackjack-Tisch, wo der Croupier die Chips bei Gleichstand einfach zum Spieler zurückschiebt. Heute begegnet er Ihnen genauso in Baccarat-Runden im Live-Casino und bei Sportwetten mit ganzzahligen Linien. Rechnerisch ist ein Push eine Nullrunde: Der Saldo bleibt unverändert, und die Runde zählt weder als Gewinn noch als Verlust.

Push am Blackjack- und Baccarat-Tisch
Beim Blackjack entsteht ein Push, wenn Ihre Hand und die des Dealers am Ende denselben Wert haben und keine von beiden 21 überschreitet. Ob Sie mit 18 gegen 18 stehen oder beide mit einem Blackjack (Ass plus Zehnerwert auf den ersten zwei Karten) starten, ist dabei gleichgültig.
Zurück kommt immer der gesamte Einsatz dieser Hand. Haben Sie verdoppelt (Double Down, also den Einsatz gegen genau eine weitere Karte verdoppelt) und landen danach im Gleichstand, erhalten Sie den verdoppelten Betrag zurück. Bei Blackjack gegen Blackjack entfällt allerdings die sonst übliche Auszahlung von 3:2.
Seitenwetten wie Insurance (Versicherung gegen einen Dealer-Blackjack) werden unabhängig vom Push der Haupthand abgerechnet.
Baccarat
Im Baccarat gilt dasselbe Prinzip: Enden Player- und Banker-Hand mit gleicher Punktzahl, werden Wetten auf eine der beiden Seiten als Push behandelt und zurückgebucht. Weil die Banker-Wette in diesem Fall nicht gewonnen hat, wird auch keine Kommission abgezogen, die sonst meist 5 Prozent des Gewinns beträgt. In manchen klassischen Varianten bleiben die Einsätze bei Gleichstand jedoch für das nächste Spiel am Tisch liegen, statt sofort zurückzufließen. Wer im Live-Casino zwischen mehreren Baccarat-Tischen wechselt, findet diese Regel in der Spielhilfe des jeweiligen Tisches und nicht in einer allgemeinen Casino-Beschreibung.
Push bei Sportwetten mit ganzzahligen Linien
Bei Sportwetten spricht man von einem Push, wenn das Endergebnis exakt auf der vom Buchmacher gesetzten Linie landet. Das ist nur bei ganzen Zahlen möglich, etwa bei einem Handicap von -1 oder einer Over/Under-Linie von 3 Toren.
Ein Beispiel macht die Rechnung greifbar. Sie setzen 20 Euro auf einen Favoriten mit Handicap -1, und das Spiel endet 2:1. Nach Abzug des Handicaps steht es 1:1, die Wette ist ein Push, und die 20 Euro werden wieder gutgeschrieben. Hätte der Favorit 3:1 gewonnen, wäre die Wette gewonnen, bei einem Remis im Spiel dagegen verloren.
Linien mit halben Werten wie 2,5 schließen einen Push aus.
Beim Asian Handicap 0,0 führt ein Unentschieden zum selben Ergebnis wie oben. Viertel-Linien wie -0,75 teilen den Einsatz auf zwei Linien auf: Gewinnt das Team mit genau einem Tor, wird die Hälfte auf -0,5 gewonnen und die Hälfte auf -1 als Push erstattet. In Kombiwetten fällt ein gepushtes Bein meist heraus, und die Gesamtquote wird aus den übrigen Tipps neu berechnet. Wie ein Anbieter das im Detail regelt, steht in seinen Wettregeln, denn einen einheitlichen Standard dafür gibt es nicht.
Womit der Push oft verwechselt wird
Am häufigsten wird der Push mit der Tie-Wette im Baccarat verwechselt. Die Tie-Wette ist ein eigener Einsatz darauf, dass beide Hände gleich enden, und zahlt an den meisten Tischen 8:1. Der Push betrifft dagegen nur Player- und Banker-Wetten, die bei Gleichstand zurückkommen.
Push 22 im Free Bet Blackjack
Varianten wie Free Bet Blackjack und Blackjack Switch verschieben den Begriff in eine ungewohnte Richtung. Überkauft sich der Dealer mit genau 22 Punkten, gewinnen die noch stehenden Hände nicht, sondern werden gepusht, während ein Spieler-Blackjack trotzdem ausbezahlt wird. Im Marketing erscheinen die Gratis-Splits und Gratis-Doubles dieser Varianten gern als Geschenk, die 22-Regel ist der Preis, den das Haus dafür verlangt. Dazu kommt eine gleichnamige Seitenwette Push 22, die genau auf diesen Dealer-Wert setzt; veröffentlichte Spielregeln nennen je nach Version und Kartenkombination Quoten zwischen 7:1 und 50:1.
Ein Tisch mit der Regel „Dealer gewinnt alle Unentschieden“ kennt überhaupt keinen Push.
Bei Bonusbedingungen lohnt ein zweiter Blick. Ob ein gepushter Einsatz zum Wagering (Umsatzanforderung eines Bonus) zählt, legt jeder Anbieter selbst fest, und eine einheitliche Regel dazu haben wir nicht gefunden. Was ich zuerst prüfe, ist deshalb die Liste der ausgeschlossenen oder nur teilweise gewerteten Einsätze in den Bonus-AGB.
Verwandte Begriffe
Mehr über Online Casinos
Neueste Ratgeber

- Boni
- Strategie


