Dezimalquote bei Sportwetten

Bernhard Wimmer
Zuletzt aktualisiert am 1. September 2026, 16:02
  • Boni
  • Strategie

Die Dezimalquote ist die bei Sportwetten in Österreich übliche Quotenschreibweise, die angibt, wie viel man pro eingesetztem Euro bei einem Treffer insgesamt zurückbekommt, den Einsatz bereits eingerechnet. Eine Quote von 2,50 bedeutet also 2,50 Euro Auszahlung je Euro Einsatz. Weil der Einsatz schon enthalten ist, liegt jede Dezimalquote über 1,00. Aus derselben Zahl lässt sich außerdem ablesen, wie wahrscheinlich der Buchmacher den Ausgang einschätzt.

Dezimalquote

So rechnet man mit der Dezimalquote

Die Grundformel lautet Auszahlung = Einsatz × Quote, der Reingewinn ergibt sich aus Auszahlung minus Einsatz. Setzt man 10 Euro auf Quote 2,50, werden 25 Euro ausgezahlt. Der Reingewinn beträgt damit 15 Euro.

Die vom Buchmacher angenommene Wahrscheinlichkeit erhält man über 1 geteilt durch die Quote, bei 2,50 sind das 40 Prozent.

Bei Kombiwetten werden die einzelnen Dezimalquoten miteinander multipliziert. Zwei Tipps zu 2,00 und 1,50 ergeben eine Gesamtquote von 3,00, aus 10 Euro Einsatz werden bei zwei Treffern also 30 Euro.

Wo die Quote im Wettalltag auftaucht

Am häufigsten sieht man die Dezimalquote am Wettschein und im Wettprogramm, im Live-Bereich ändert sie sich laufend mit dem Spielstand.

Für Bonusnehmer ist eine zweite Stelle wichtiger: die Mindestquote in den Umsatzbedingungen. Nur Wetten ab dieser Quote zählen zum wagering, alles darunter verbraucht Guthaben, ohne den Umsatz voranzubringen. Einen einheitlichen Standard gibt es dafür nicht, viele Anbieter setzen die Grenze zwischen 1,50 und 2,00 fest. Ein höherer Bonus mit Mindestquote 2,00 ist deshalb oft das schlechtere Angebot, weil jede qualifizierende Wette eine Trefferchance von höchstens 50 Prozent hat.

Womit man die Dezimalquote verwechselt

Die britische Bruchquote zeigt nur den Gewinn ohne Einsatz, 3/2 entspricht daher einer Dezimalquote von 2,50. Amerikanische Quoten wie +150 bedeuten dasselbe, während -200 für 1,50 steht.

Häufiger ist ein anderer Irrtum, nämlich die Quote als faire Wahrscheinlichkeit zu lesen. Bei zwei Ausgängen zu je 1,90 ergeben die Kehrwerte zusammen rund 105 Prozent, und dieser Überhang über 100 Prozent ist die Marge des Buchmachers. Die echte Chance liegt also unter dem Wert, den man aus der Quote ableitet.

Mit dem RTP eines Slots hat die Dezimalquote nichts zu tun.

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