Baccarat Schritt für Schritt spielen lernen

Volkan Kaya
| Faktengeprüft von: , Analyst für Sportwetten und Bonusbedingungen
Zuletzt aktualisiert am 4. September 2026, 15:15
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Dieser Leitfaden erklärt Baccarat in der Form, die Sie in Online-Casinos und am Live-Tisch fast immer antreffen: Punto Banco. Sie lernen, wie Karten gezählt werden, wann eine dritte Karte fällt und wie eine Runde von der Wette bis zur Auszahlung abläuft. Danach vergleichen wir die drei Grundwetten anhand ihres Hausvorteils und zeigen, warum ein Tisch ohne Kommission teurer sein kann. Zum Schluss geht es um die Rechtslage in Österreich und um die Fehler, die Einsteigern am häufigsten Geld kosten.

Baccarat spielen lernen

So funktionieren Kartenwerte und Punktestand

Baccarat wirkt am Tisch elegant, ist in seiner verbreitetsten Form Punto Banco aber ein Spiel ohne Entscheidungen nach dem Einsatz. Sie setzen vor der Ausgabe auf Player, Banker oder Tie (Unentschieden), danach regeln feste Ziehregeln jeden weiteren Schritt.

Die Kartenwerte sind schnell gelernt. Ein Ass zählt einen Punkt, die Karten von 2 bis 9 zählen ihren Nennwert, während Zehner, Buben, Damen und Könige mit null Punkten in die Rechnung eingehen.

Gezählt wird nur die Einerstelle der Summe.

Eine Sieben und eine Acht ergeben also nicht 15, sondern 5 Punkte. Der höchste mögliche Wert ist 9, und gewonnen hat jene Hand, die näher an diese Zahl herankommt. Hat eine der beiden Hände mit den ersten zwei Karten 8 oder 9 Punkte, spricht man von einem Natural (Naturwert), und die Runde endet ohne dritte Karte.

Wer eine dritte Karte bekommt

Die Player-Hand zieht bei 0 bis 5 eine dritte Karte und bleibt bei 6 oder 7 stehen. Für den Banker gilt dieselbe Regel, solange der Player keine dritte Karte gezogen hat. Hat der Player aber gezogen, richtet sich der Banker nach einer Tabelle, die seinen eigenen Punktestand mit dem Wert der dritten Player-Karte verknüpft. Bei 0 bis 2 zieht er immer, bei 7 nie, und dazwischen entscheidet die Player-Karte. Auswendig lernen müssen Sie diese Tabelle nicht, weil Dealer oder Software sie automatisch anwenden, doch sie erklärt, warum die Banker-Hand etwas öfter gewinnt.

Eine Runde Punto Banco im Ablauf

Die folgenden fünf Schritte zeigen eine Runde in der Reihenfolge, in der sie am Live-Tisch und in der RNG-Version (Zufallszahlengenerator) abläuft. Die Ziehregeln haben wir mit den veröffentlichten Spielregeln mehrerer Casinos abgeglichen.

  • Schritt 1

    Einsatz auf eine Hand setzen

    Sie wählen vor der Kartenausgabe Player, Banker oder Tie. Banker und Player sind dabei nur die Namen der beiden Hände und keine Rollen von Personen am Tisch, Sie spielen also gegen niemanden direkt.
  • Schritt 2

    Zwei Karten für jede Hand

    Der Dealer teilt abwechselnd je zwei Karten an Player und Banker aus, in der klassischen Variante aus einem Schlitten (Shoe) mit acht Decks. Danach werden die Punkte gezählt, wobei nur die Einerstelle der Summe zählt.
  • Schritt 3

    Zuerst auf einen Natural prüfen

    Hat eine Hand mit den ersten zwei Karten 8 oder 9 Punkte, ist die Runde entschieden. Es wird keine weitere Karte gezogen, die höhere Hand gewinnt, und bei gleichem Wert gilt das Ergebnis als Tie.
  • Schritt 4

    Dritte Karte nach festen Regeln

    Ohne Natural zieht der Player bei 0 bis 5 eine Karte und bleibt bei 6 oder 7 stehen. Der Banker folgt danach seiner Ziehtabelle, die vom eigenen Punktestand und vom Wert der dritten Player-Karte abhängt.
  • Schritt 5

    Ergebnis ablesen und Auszahlung prüfen

    Die Hand näher an 9 gewinnt. Player zahlt 1:1, Banker 1:1 abzüglich 5 % Kommission, Tie in den meisten Varianten 8:1. Endet die Runde unentschieden, werden Einsätze auf Player und Banker in der Regel zurückgegeben.
Expertenkommentar

Was wir beim Vergleich von Regelseiten zuerst prüfen, ist Schritt fünf: Dort stehen Kommission und Tie-Quote, und genau diese zwei Zahlen unterscheiden die Tische. Die Ziehregeln selbst sind bei Punto Banco überall gleich, das Auswendiglernen der Banker-Tabelle verändert Ihre Ergebnisse daher nicht.

Welche Wette den geringsten Hausvorteil hat

Weil Sie nach dem Einsatz nichts mehr entscheiden, ist die Wahl der Wette die einzige Stellschraube im Spiel. Der Hausvorteil (House Edge, also der rechnerische Anteil jedes Einsatzes, den das Casino langfristig behält) unterscheidet sich zwischen den drei Grundwetten deutlich.

Für die klassische Variante mit acht Decks und 5 % Kommission auf Banker-Gewinne nennen die von uns geprüften Quellen übereinstimmend 1,06 % auf Banker und 1,24 % auf Player. Das entspricht einem RTP (Auszahlungsquote) von 98,94 beziehungsweise 98,76 %, und diese Werte gelten nur für genau diese Regelversion.

Die Tie-Wette ist der Ausreißer.

Bei einer Auszahlung von 8:1 liegt ihr Hausvorteil bei 14,36 %, bei 9:1 sinkt er auf rund 4,85 %. Die hohe Quote wirkt verlockend, doch ein Unentschieden kommt nur in etwa 9,5 % aller Runden vor. Die Banker-Hand gewinnt rund 45,9 % der Runden und die Player-Hand rund 44,6 %, ohne Ties gerechnet steht es also etwa 50,7 zu 49,3. Genau dieser kleine Vorsprung ist der Grund, warum das Casino auf Banker-Gewinne eine Kommission verlangt.

Seitenwetten wie Pairs haben eigene Quoten, die je nach Spielehersteller und Tisch verschieden ausfallen. Einheitliche Werte haben wir dafür nicht gefunden, deshalb lohnt vor dem ersten Einsatz ein Blick in die Hilfe-Seite des jeweiligen Tisches.

Klassischer Tisch gegen No Commission

Viele Live-Casinos bieten neben dem klassischen Tisch eine No-Commission-Variante an, bei der ein Banker-Sieg mit genau sechs Punkten nur zur Hälfte ausbezahlt wird. Die Hausvorteile unten stammen aus veröffentlichten Berechnungen für acht Decks.

Klassisch (5 % Kommission)

No Commission

Abzug bei jedem Banker-GewinnKürzung nur bei Banker-Sechs
Banker: 1,06 % HausvorteilBanker: rund 1,46 % Hausvorteil
Player: 1,24 % HausvorteilPlayer: 1,24 % Hausvorteil
Tie: 14,36 % bei 8:1Tie: 14,36 % bei 8:1
Expertenkommentar

Die Bezeichnung „No Commission“ ist ein hübsches Beispiel für Marketing, das die Rechnung umdreht: Die Kommission verschwindet, der Hausvorteil auf Banker steigt aber von 1,06 auf rund 1,46 %. Wir prüfen deshalb immer, wie ein Tisch die Banker-Sechs auszahlt, bevor wir eine Variante als einsteigertauglich beschreiben.

Baccarat in Österreich legal und mit Plan spielen

Im österreichischen Glücksspielgesetz ist Baccarat ausdrücklich als Glücksspiel genannt: § 1 Abs. 2 GSpG führt es neben Roulette, Black Jack und Poker an. Online angeboten werden darf es nur mit einer Konzession des Bundesministeriums für Finanzen.

Bis neu vergebene Online-Konzessionen tatsächlich gelten, ist win2day, die Plattform der Österreichischen Lotterien, der einzige Anbieter mit österreichischer Online-Konzession. Die Regierung hat eine Novelle ins Parlament eingebracht, die den Online-Markt für weitere Konzessionäre öffnen und ein zentrales Sperrregister samt verpflichtenden Einzahlungslimits einführen soll. Welche Anbieter danach eine Konzession erhalten, steht erst mit der Vergabe fest, und bis dahin nennen wir keine Namen.

Prüfen Sie die Konzession, nicht die Größe der Lobby.

Typische Fehler beim Einstieg

Der häufigste Fehler ist das Deuten von Mustern. Viele Live-Tische zeigen Verlaufstafeln wie Big Road oder Bead Plate, die Serien von Banker- und Player-Siegen darstellen, an den Wahrscheinlichkeiten der nächsten Runde ändern sie aber nichts. Dasselbe gilt für Progressionssysteme wie Martingale (Verdoppeln nach jedem Verlust), die den Hausvorteil unverändert lassen und in Verlustphasen die Einsätze rasch in die Höhe treiben. Auch ein Katalog mit dutzenden Baccarat-Varianten ist kein Qualitätsmerkmal, denn ein einziger Tisch mit klar ausgewiesener Kommission sagt Ihnen mehr als zwanzig Spielarten ohne Regelseite. Am Handy hängt Live-Baccarat stärker von der Verbindung ab als die RNG-Version, weil ein Videostream mitläuft, und im mobilen Netz stockt das Bild in der Regel eher als im WLAN.

Für den Einstieg reichen kleine Einsätze auf Banker oder Player, während Sie Tie und Seitenwetten weglassen, bis Sie die Abrechnung jeder Runde sicher lesen können.

Häufige Fragen zum Baccarat-Lernen

Muss ich beim Baccarat selbst Entscheidungen treffen?

In Punto Banco treffen Sie nur eine: die Wahl der Wette vor der Ausgabe. Ob eine dritte Karte gezogen wird, legen feste Regeln fest, die Dealer oder Software automatisch anwenden.

Welche Baccarat-Wette hat den niedrigsten Hausvorteil?

In der klassischen Variante mit acht Decks und 5 % Kommission ist es die Banker-Wette mit 1,06 %. Player liegt bei 1,24 %, Tie bei einer Auszahlung von 8:1 bei 14,36 %.

Warum wird auf Banker-Gewinne eine Kommission abgezogen?

Die Ziehregeln geben der Banker-Hand einen kleinen Vorsprung: Ohne Ties gerechnet gewinnt sie rund 50,7 % der entschiedenen Runden. Die Kommission von 5 % gleicht diesen Vorteil zugunsten des Casinos aus.

Ist No Commission Baccarat für Einsteiger günstiger?

Nein. Weil ein Banker-Sieg mit sechs Punkten nur zur Hälfte ausbezahlt wird, steigt der Hausvorteil auf Banker von 1,06 auf rund 1,46 %. Player- und Tie-Wette bleiben unverändert.

Helfen Verlaufstafeln oder Systeme wie Martingale?

Nein. Jede Runde folgt denselben Ziehregeln, frühere Ergebnisse ändern die Wahrscheinlichkeiten der nächsten Hand nicht. Progressionssysteme verändern nur die Höhe Ihrer Einsätze, der Hausvorteil bleibt gleich.

Wer darf in Österreich Baccarat online anbieten?

Online-Glücksspiel braucht eine Konzession des Finanzministeriums. Bis neu vergebene Online-Konzessionen gelten, hält nur win2day der Österreichischen Lotterien eine solche, alle anderen Anbieter sind ohne österreichische Konzession tätig.

Volkan Kaya
Autor des Artikels: Volkan Kaya
Analyst für Spiele, Software und Plattformen
Schreibt über Slots, Live-Casino und Casino-Software und gibt jede Auszahlungsquote mit der Version an, auf die sie sich bezieht. Am Handy beschreibt er, wann eine Plattform ins Stocken kommt.

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