Transversale beim Roulette

Volkan Kaya
Zuletzt aktualisiert am 21. August 2026, 12:45
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Eine Transversale ist beim Roulette ein Einsatz auf eine Querreihe des Tableaus: als Transversale pleine auf drei Zahlen, als Transversale simple auf die sechs Zahlen zweier benachbarter Reihen. Der Begriff stammt aus dem französischen Roulette, im Englischen heißen die beiden Wetten Street und Six Line. Beide zählen zu den Innenwetten (Einsätze direkt auf das Zahlenfeld) und zahlen 11:1 beziehungsweise 5:1.

Transversale

Wie die Auszahlung der Transversale zustande kommt

Die Quote folgt einer einfachen Formel: 36 geteilt durch die Zahl der abgedeckten Felder, abzüglich eins für den zurückgegebenen Einsatz. Drei Zahlen ergeben 11:1, sechs Zahlen 5:1.

Wer 10 Euro auf die Transversale 19–21 setzt und trifft, erhält 110 Euro Gewinn plus den Einsatz, insgesamt also 120 Euro.

Die Null kommt in dieser Formel nicht vor, und genau dort steckt der Hausvorteil. Am Kessel mit einer Null beträgt er 1/37, rund 2,70 Prozent; am amerikanischen Kessel mit Doppelnull steigt er auf 2/38, rund 5,26 Prozent. Systeme, die eine bestimmte Transversale als „fällig“ ausweisen, ändern an diesen Werten nichts.

Transversale pleine und simple im direkten Vergleich

Die Tabelle stellt beide Varianten nebeneinander. Die Trefferchancen sind aus der Zahl der Felder berechnet, die Quoten entsprechen der klassischen Auszahlungstabelle.

MerkmalTransversale pleineTransversale simple
Abgedeckte Zahlen3 (eine Reihe)6 (zwei Reihen)
Auszahlung11:15:1
Chance mit einer Null3/37 = 8,11 %6/37 = 16,22 %
Chance mit Doppelnull3/38 = 7,89 %6/38 = 15,79 %

Wo Sie dem Begriff begegnen und was ihn verwechselbar macht

Im Casino sagen Sie die Wette beim Croupier mit der niedrigsten und der höchsten Zahl an: „Transversale 4–9“ meint die Sechserreihe von 4 bis 9. Online steht auf dem Tableau meist die englische Bezeichnung, wobei die Beschriftung je nach Softwareanbieter variiert.

Oft verwechselt wird die Transversale mit der Kolonne, die als Längsreihe zwölf Zahlen abdeckt und 2:1 zahlt.

Ein zweiter Stolperstein sind Sonderformen mit der Null, etwa „Les trois premiers“ auf 0, 1 und 2. Diese Wette zahlt ebenfalls 11:1, ist aber keine Querreihe im eigentlichen Sinn. Wie ein bestimmter Live-Casino-Tisch solche Grenzfälle benennt und auszahlt, steht in den Spielregeln des jeweiligen Titels.

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