Dutzend und Kolonne im Roulette
Dutzend und Kolonne sind beim Roulette zwei Außenwetten (Einsätze außerhalb der Zahlenfelder), die jeweils zwölf der Zahlen 1 bis 36 abdecken und im Gewinnfall 2:1 auszahlen. Das Dutzend fasst zwölf aufeinanderfolgende Zahlen zusammen, die Kolonne zwölf Zahlen einer Längsspalte des Tableaus. Beide Wetten verlieren, wenn die Null fällt. Dieser Eintrag zeigt, wie sich Quote und Wahrscheinlichkeit zueinander verhalten, wo Sie die Felder am Tisch finden und womit die Begriffe gern verwechselt werden.

Welche Zahlen Dutzend und Kolonne abdecken
Am Roulettetisch gibt es drei Dutzende, die schlicht nach der Größe der Zahlen geschnitten sind. Das erste Dutzend umfasst 1 bis 12, das mittlere 13 bis 24 und das letzte 25 bis 36. Auf französischen Tableaus heißen die Felder Douzaine und tragen die Kürzel P12 (premier), M12 (milieu) und D12 (dernier), auf englischsprachigen Tischen steht meist 1st 12, 2nd 12 und 3rd 12.
Die Kolonnen schneiden dieselben 36 Zahlen in die andere Richtung, nämlich entlang der drei Längsspalten des Tableaus. Die erste Kolonne enthält 1, 4, 7 und so weiter bis 34, die zweite beginnt bei 2 und endet bei 35, die dritte reicht von 3 bis 36. Im deutschsprachigen Raum spricht man deshalb auch von Colonne 34, 35 und 36, benannt nach der jeweils höchsten Zahl.
Jede Zahl von 1 bis 36 gehört damit genau einem Dutzend und genau einer Kolonne an.
Die Null gehört zu keiner der sechs Gruppen, und genau daraus entsteht der Vorteil des Hauses. Auf amerikanischen Tischen kommt die Doppelnull hinzu, die ebenfalls außerhalb aller Dutzende und Kolonnen liegt. Eine Kolonne enthält übrigens nie nur rote oder nur schwarze Zahlen; wer sie als Farbwette in anderer Form betrachtet, rechnet falsch.
Wie sich Quote und Hausvorteil berechnen
Die Quote 2:1 bedeutet, dass zum Einsatz das Doppelte als Gewinn dazukommt. Wer 10 € auf das erste Dutzend setzt und die 7 trifft, erhält 20 € Gewinn und seine 10 € zurück, also 30 € insgesamt.
Ohne Null wäre das eine faire Wette.
Beim europäischen und französischen Roulette mit 37 Feldern liegt die Trefferwahrscheinlichkeit bei 12 zu 37, also bei rund 32,43 %. Rechnet man den Erwartungswert aus, stehen 12 gewinnende Felder mit je zwei Einheiten Gewinn gegen 25 verlierende Felder mit je einer Einheit Verlust. Das ergibt minus eine Einheit auf 37 Runden, also einen Hausvorteil von 2,70 % (der durchschnittliche Anteil am Einsatz, den das Casino langfristig einbehält). Beim amerikanischen Roulette mit 38 Feldern sinkt die Trefferchance auf etwa 31,58 %, der Hausvorteil steigt auf 5,26 %, obwohl die Auszahlung gleich bleibt.
Diese Werte gelten für die klassischen Regeln und hängen nicht davon ab, welcher Softwareanbieter den Tisch liefert. Abweichen können nur Varianten mit Zusatzmultiplikatoren, deren Auszahlungstabellen Sie im Hilfebereich des jeweiligen Spiels nachlesen sollten.
Wo Spieler die Felder treffen und verwechseln
Die häufigste Verwechslung betrifft die französischen Sonderregeln La Partage und En Prison, bei denen nach einer Null die Hälfte des Einsatzes zurückkommt oder der Einsatz für die nächste Runde gesperrt bleibt. Diese Regeln gelten ausschließlich für die einfachen Chancen wie Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade und Manque oder Passe. Dutzend und Kolonne sind davon nicht erfasst und gehen bei der Null vollständig verloren, auch am französischen Tisch.
Ein zweiter Fehler entsteht am Bildschirm.
In vielen Online- und Live-Casino-Oberflächen liegt das Tableau quer, damit es auf dem Handy oder im Browserfenster Platz findet. Die Kolonnen erscheinen dann als waagrechte Zeilen, und die zugehörigen Setzfelder sitzen am Rand mit der Aufschrift „2 to 1“. Diese Aufschrift beschreibt die Quote, nicht die Wahrscheinlichkeit, und sie verleitet manche dazu, eine Zeile mit der Transversale plein zu verwechseln. Die Transversale plein deckt aber nur drei Zahlen einer Querreihe ab und zahlt 11:1, die Kolonne dagegen zwölf.
Kesselsektor oder Tischgruppe
Dutzende beziehen sich auf die Zahlen des Tableaus, nicht auf ihre Lage im Kessel. Die 1 bis 12 liegen im Roulettekessel verstreut, während Ansagewetten wie Voisins du Zéro tatsächlich benachbarte Kesselfelder meinen. Höchst- und Mindesteinsätze für Dutzend und Kolonne legt jeder Anbieter selbst fest, oft getrennt von den Limits für einzelne Zahlen.
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