Plinko richtig einstellen: Risiko und Reihen wählen

Volkan Kaya
| Faktengeprüft von: , Analyst für Sportwetten und Bonusbedingungen
Zuletzt aktualisiert am 18. September 2026, 14:40
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Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie bei Plinko die zwei Regler einstellen, die das Spiel tatsächlich verändern: die Zahl der Reihen und die Risikostufe. Er richtet sich an Spielerinnen und Spieler, die Plinko schon kennen, aber verstehen wollen, was hinter den Multiplikatoren steckt.

Wir haben die veröffentlichten Daten der verbreiteten Versionen von BGaming, Spribe und Hacksaw Gaming verglichen und die Wahrscheinlichkeiten aus dem Spielmodell nachgerechnet. Danach wissen Sie, welche Einstellung zu welchem Budget passt. Eine Gewinnformel steht hier nicht.

Plinko spielen: Risikostufe und Reihen wählen

Wie das Plinko-Brett eine Kugel verteilt

Plinko ist ein Zufallsspiel nach dem Vorbild des Galtonbretts: Eine Kugel fällt durch eine Pyramide aus Pins und springt an jedem Pin nach links oder rechts. Unten landet sie in einem Fach, dessen Multiplikator (Faktor, mit dem der Einsatz vervielfacht wird) die Auszahlung bestimmt.

Im mathematischen Modell ist jeder Abprall eine Entscheidung mit gleicher Chance für beide Seiten. Daraus ergibt sich eine Binomialverteilung (glockenförmige Verteilung der Ergebnisse), bei der die mittleren Fächer oft und die Randfächer sehr selten getroffen werden. Genau deshalb liegen die kleinen Multiplikatoren in der Mitte und die großen außen.

Während die Kugel fällt, haben Sie keinen Einfluss mehr.

In den gängigen Versionen wird das Ergebnis mit dem Abwurf ermittelt, und die Animation zeigt es lediglich an. Was Sie steuern, passiert also vorher: Einsatz, Zahl der Reihen und Risikostufe. Die Versionen von BGaming und Spribe arbeiten zusätzlich mit einem Provably-Fair-Verfahren (kryptografisch überprüfbare Zufallsergebnisse), mit dem sich einzelne Runden im Nachhinein kontrollieren lassen. Das bestätigt die korrekte Ziehung, verbessert Ihre Chancen aber um keinen Cent.

Plinko in vier Schritten richtig einstellen

Die Reihenfolge der Schritte ist bewusst gewählt: Zuerst prüfen Sie, welche Spielversion läuft, erst danach legen Sie Budget und Brett fest.

  • Schritt 1

    Spielversion und RTP im Infomenü prüfen

    Öffnen Sie das Info- oder Regelmenü des Spiels und suchen Sie den angegebenen RTP. Bei Versionen mit wählbarer Quote kann derselbe Titel je nach Casino spürbar unterschiedlich viel auszahlen.
  • Schritt 2

    Einsatz pro Kugel bewusst klein ansetzen

    Legen Sie den Einsatz so fest, dass Ihr Budget viele Abwürfe trägt. Eine Plinko-Runde dauert nur Sekunden, und auf hohem Risiko folgen auf einen großen Treffer oft lange Serien unter dem Einsatz.
  • Schritt 3

    Anzahl der Reihen passend zum Ziel wählen

    Wählen Sie die Reihen: Bei BGaming sind 8 bis 16 möglich, bei Spribe 12, 14 oder 16. Mehr Reihen verlängern den Weg der Kugel und machen die Randfächer noch seltener.
  • Schritt 4

    Risikostufe festlegen und Autoplay begrenzen

    Stellen Sie zuletzt die Risikostufe ein, bei Spribe über die Farbe der Kugel. Wenn Sie Autoplay nutzen, legen Sie vorher eine Rundenzahl und ein Verlustlimit fest, sofern das Spiel diese Optionen anbietet.
Expertenkommentar

Was wir zuerst kontrollieren, ist Schritt 1, weil er am häufigsten übersprungen wird. Reihen und Kugelfarbe sieht jeder sofort, die RTP-Version steht dagegen versteckt im Regelmenü. Gerade dort entscheidet sich aber, wie viel vom Einsatz über viele Runden zurückfließt.

Was die Zahl der Reihen am Ergebnis ändert

Jede zusätzliche Reihe bedeutet einen weiteren Abprall und ein weiteres Fach am unteren Rand. Ein Brett mit 8 Reihen hat 9 Fächer, eines mit 16 Reihen hat 17.

Wir haben die Wahrscheinlichkeiten aus der Binomialverteilung nachgerechnet, unter der Annahme gleicher Chancen an jedem Pin. Bei 8 Reihen landet die Kugel in rund 27 % der Fälle im mittleren Fach, und ein einzelnes Randfach trifft sie im Schnitt einmal in 256 Abwürfen. Bei 16 Reihen sinkt der Anteil der Mitte auf knapp 20 %, während ein bestimmtes Randfach nur noch einmal in 65.536 Abwürfen fällt.

Daraus erklärt sich der Höchstmultiplikator.

Der Hersteller kann den Rand nur deshalb mit 1.000x belegen, weil er bei 16 Reihen so selten getroffen wird. Bei BGaming reicht die Spanne auf hohem Risiko laut veröffentlichter Auszahlungstabelle von 0,2x bis 29x bei 8 Reihen und von 0,2x bis 1.000x bei 16 Reihen. Die Mitte bleibt also gleich schwach, nur die Ränder werden extremer. Mehr Reihen machen das Spiel deshalb nicht besser, sie verteilen denselben Erwartungswert lediglich anders über das Brett.

Niedriges und hohes Risiko im direkten Vergleich

Die Gegenüberstellung bezieht sich auf BGaming Plinko mit 16 Reihen, weil für diese Version die Auszahlungstabelle öffentlich dokumentiert ist.

Niedriges Risiko

Hohes Risiko

Jedes Fach zahlt mindestens 0,5x des EinsatzesMittlere Fächer zahlen nur 0,2x
Höchstgewinn 16x am RandHöchstgewinn 1.000x am Rand
Budget reicht bei gleichem Einsatz für deutlich mehr AbwürfeLange Serien unter dem Einsatz sind die Regel
Gleichmäßige Ergebnisse ohne große AusreißerEin seltener Treffer kann viele Verlustrunden ausgleichen
Expertenkommentar

In unserer Analyse der Auszahlungstabellen fällt auf, wie wenig sich die Mitte bewegt: Auch auf niedrigem Risiko verlieren Sie im mittleren Fach die Hälfte des Einsatzes. Niedriges Risiko heißt bei Plinko also gleichmäßiger spielen, nicht sicher spielen. Der Unterschied liegt allein in der Streuung.

Risikostufe und Volatilität richtig einordnen

Die Risikostufe verändert nicht die Wege der Kugel, sondern die Beschriftung der Fächer. Die Wahrscheinlichkeiten aus dem vorigen Abschnitt bleiben gleich, verschoben wird nur, wie viel Geld in welchem Fach liegt. Bei BGaming heißen die Stufen Low, Normal und High, bei Spribe stehen die Kugelfarben Grün, Gelb und Rot dafür.

Fachlich beschreibt die Risikostufe die Volatilität (Schwankungsbreite der Ergebnisse um den Durchschnitt). Bei hoher Volatilität sammelt sich der Großteil der Auszahlung in wenigen seltenen Randtreffern, während die häufigen Mittelfächer kaum etwas bringen.

Welche Stufe passt, hängt vor allem davon ab, wie viele Abwürfe Ihr Budget tragen soll.

Ein Rechenbeispiel zeigt den Punkt: Wer mit 16 Reihen auf hohem Risiko auf den 1.000x-Rand hofft, braucht im Modell im Schnitt 32.768 Abwürfe, bis eines der beiden Randfächer fällt. Bei einem Euro pro Kugel ist das ein Umsatz, den kaum ein Unterhaltungsbudget hergibt, und die Verluste in den mittleren Fächern laufen in dieser Zeit weiter. Wer dagegen eine kurze Sitzung mit kleinem Budget plant, fährt mit niedrigem Risiko und 8 bis 12 Reihen ruhiger, auch wenn die Höchstgewinne bescheiden bleiben. Eine Kombination, die den Hausvorteil aufhebt, gibt es unter diesen Einstellungen nicht.

Warum Plinko nicht überall gleich viel auszahlt

Plinko ist kein einzelnes Spiel, sondern ein Format, das mehrere Hersteller anbieten. Die Unterschiede liegen weniger in der Grafik als in der Auszahlungsquote, und der RTP (Return to Player, theoretische Auszahlungsquote über sehr viele Runden) gilt immer nur für eine bestimmte Version.

Nach den veröffentlichten Angaben, die wir verglichen haben, liegt BGaming Plinko bei rund 99 %, wobei Branchenquellen je nach Risikostufe Werte zwischen 98,91 und 99,16 % nennen. Eine einzelne Quelle gibt für die hohe Stufe deutlich weniger an; diese Zahl konnten wir nicht bestätigen. Spribe nennt für Plinko einen festen RTP von 97 % für alle Pins und Farben. Bei Hacksaw Gaming kann der Betreiber laut Branchenquellen aus mehreren Stufen wählen, die von 98,98 % bis hinunter zu 88,20 % reichen.

Diese letzte Spanne ist der eigentliche Grund für Schritt 1 unserer Anleitung.

Ein Unterschied von rund zehn Prozentpunkten wiegt schwerer als jede Wahl zwischen Reihen und Farben, denn die Risikostufe verteilt den Erwartungswert nur um, während die RTP-Version ihn festlegt. Ein Banner mit „Plinko mit 99 % RTP“ sagt deshalb wenig, solange das Regelmenü des laufenden Spiels etwas anderes zeigt. Auch eine Lobby mit Dutzenden Plinko-Varianten ist kein Qualitätsmerkmal, wenn keine davon ihre Version offenlegt.

Multiplikatoren und RTP nach Spielversion

SpielversionReihen und RisikoRTP laut AngabeMultiplikator-Spanne
BGaming Plinko8 Reihen, niedrigrund 99 %0,5x bis 5,6x
BGaming Plinko8 Reihen, hochrund 99 %0,2x bis 29x
BGaming Plinko16 Reihen, hochrund 99 %0,2x bis 1.000x
Spribe Plinko12 Pins, Rot97 % fixbis 141x
Spribe Plinko16 Pins, Rot97 % fixbis 555x
Expertenkommentar

Die Tabelle stützt sich auf veröffentlichte Auszahlungstabellen und Herstellerangaben, nicht auf eigene Runden. Beim Vergleich fällt uns auf, dass Spribe am Rand weniger zahlt als BGaming und zugleich einen höheren Hausvorteil hat. Für die unteren Fächer bei Spribe fanden wir keine verlässlichen Werte, daher stehen dort nur Höchstwerte.

Plinko in Österreich: Rechtslage und Handy

Für Spieler in Österreich zählt zuerst die Frage, bei wem gespielt wird. Nach dem bisherigen Konzessionsmodell des Glücksspielgesetzes hält win2day, die Plattform der Österreichischen Lotterien, als einziger Anbieter eine österreichische Online-Konzession. Ob dort Plinko-Titel angeboten werden, haben wir nicht geprüft.

Die Bundesregierung hat eine Novelle eingebracht, die ein offenes Konzessionssystem mit mehreren Online-Anbietern sowie Netzsperren und Payment-Blocking gegen Angebote ohne österreichische Konzession vorsieht. Bis Konzessionen nach dem neuen Modell erteilt sind, bleibt die bisherige Regelung maßgeblich.

Technisch ist Plinko anspruchslos.

Die gängigen Versionen laufen als HTML5-Spiele im mobilen Browser, eine eigene App ist dafür in der Regel nicht nötig. Weil das Brett im Hochformat schmal wird, lohnt bei 16 Reihen ein Blick darauf, ob die Beschriftungen der Fächer noch lesbar sind. Im mobilen Netz kann der erste Spielstart spürbar länger dauern als im WLAN, während die einzelnen Runden danach kaum Daten benötigen. Prüfen Sie am Handy außerdem, ob Einsatz und Autoplay-Limits im verkleinerten Menü gut erreichbar bleiben.

Häufige Fragen zu Plinko-Einstellungen

Welche Reihenzahl passt für Einsteiger?

Für den Einstieg eignen sich 8 bis 12 Reihen auf niedrigem Risiko. Die Ergebnisse schwanken weniger, und das Budget reicht bei gleichem Einsatz für mehr Abwürfe. Die Gewinnerwartung über viele Runden ändert sich dadurch nicht.

Verändert die Risikostufe den RTP?

Bei Spribe bleibt der RTP laut Hersteller für alle Kugelfarben bei 97 %. Für BGaming nennen Quellen je Stufe leicht abweichende Werte. Maßgeblich ist immer die Angabe im Regelmenü der laufenden Version.

Wie selten ist der Höchstmultiplikator?

Bei 16 Reihen trifft die Kugel im mathematischen Modell eines der beiden Randfächer im Schnitt einmal in 32.768 Abwürfen. Bei 8 Reihen gelingt das etwa einmal in 128 Abwürfen, dafür ist der Multiplikator viel kleiner.

Lässt sich die Kugel während des Falls beeinflussen?

Nein. In den gängigen Versionen steht das Ergebnis mit dem Abwurf fest, und die Animation zeigt es nur an. Beeinflussen können Sie ausschließlich Einsatz, Reihen und Risikostufe vor der Runde.

Was bedeutet Provably Fair bei Plinko?

Provably Fair ist ein kryptografisches Verfahren, mit dem sich jede Runde nachträglich auf Manipulation prüfen lässt. Es belegt die korrekte Ziehung, verbessert aber weder den RTP noch Ihre Gewinnchancen.

Gibt es eine Strategie, die bei Plinko sicher gewinnt?

Nein. Reihen und Risikostufe verteilen den Erwartungswert nur anders, der Hausvorteil der jeweiligen Version bleibt bestehen. Sinnvoll ist Strategie hier nur als Budgetplanung mit festem Einsatz und klarem Verlustlimit.

Nach dem bisherigen Konzessionsmodell hält nur win2day eine österreichische Online-Konzession. Eine Novelle für mehrere Online-Konzessionen wurde eingebracht; bis solche Konzessionen erteilt sind, gilt die bisherige Regelung weiter.

Volkan Kaya
Autor des Artikels: Volkan Kaya
Analyst für Spiele, Software und Plattformen
Schreibt über Slots, Live-Casino und Casino-Software und gibt jede Auszahlungsquote mit der Version an, auf die sie sich bezieht. Am Handy beschreibt er, wann eine Plattform ins Stocken kommt.

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