Craps Schritt für Schritt richtig spielen lernen

Volkan Kaya
| Faktengeprüft von: , Analyst für Sportwetten und Bonusbedingungen
Zuletzt aktualisiert am 14. August 2026, 17:23
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Craps wirkt am Tisch wie ein Durcheinander aus Zurufen, Chips und Würfeln, folgt aber einem klaren Ablauf. In diesem Guide erklären wir, wie eine Runde vom Come-Out-Wurf bis zum Point verläuft, welche Wetten rechnerisch sinnvoll sind und wo der Hausvorteil (der rechnerische Anteil des Casinos an jedem Einsatz) unauffällig steigt. Der Text richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger, die Craps online oder im Live Casino verstehen wollen, bevor sie Geld einsetzen. Die Quoten haben wir mit veröffentlichten Regelblättern von Spielbanken und gängigen Wahrscheinlichkeitstabellen abgeglichen.

Craps spielen lernen

Worum es bei Craps eigentlich geht

Craps ist ein Würfelspiel mit zwei Würfeln, bei dem sich alle Wetten auf die Augensumme eines Wurfs oder einer ganzen Wurfserie beziehen. Wer würfelt, heißt Shooter (der Werfer), und alle anderen am Tisch setzen auf dasselbe Ergebnis, entweder mit ihm oder gegen ihn.

Der Schlüssel zum Spiel liegt in der Verteilung der 36 möglichen Kombinationen. Die Sieben fällt mit sechs Kombinationen am häufigsten, also in rund 16,67 Prozent aller Würfe. Sechs und Acht kommen auf je fünf Kombinationen, die Zwei und die Zwölf auf jeweils nur eine.

Alles Weitere folgt aus dieser Verteilung.

Online gibt es Craps in zwei Formen: als RNG-Spiel (ein Zufallszahlengenerator ersetzt die echten Würfel) und als Live-Casino-Variante mit Croupier und Kamera. Die Regeln der Grundwetten sind in beiden Fällen gleich, die angebotenen Zusatzwetten und ihre Auszahlungen unterscheiden sich dagegen von Spiel zu Spiel. Wird ein Tisch mit Dutzenden Wettmöglichkeiten beworben, beschreibt das vor allem, wie viele Felder mit hohem Hausvorteil auf dem Layout Platz finden. Für den Einstieg reichen zwei Wetten völlig, und genau auf die konzentriert sich dieser Guide.

So läuft eine Runde Craps ab

Jede Runde beginnt mit dem Come-Out-Roll, dem ersten Wurf einer neuen Serie. Bei einer Pass-Line-Wette gewinnen Sie sofort, wenn eine Sieben oder Elf fällt, und verlieren bei Zwei, Drei oder Zwölf. Diese Verlustzahlen heißen „Craps“ und haben dem Spiel seinen Namen gegeben.

Fällt dagegen eine Vier, Fünf, Sechs, Acht, Neun oder Zehn, wird diese Zahl zum Point. Am echten Tisch markiert ein Puck (eine runde Scheibe mit der Aufschrift „ON“) die Zahl, online übernimmt das eine Anzeige am Layout. Ab jetzt würfelt der Shooter so lange, bis entweder der Point noch einmal fällt oder eine Sieben kommt. Der Point gewinnt die Pass Line, die Sieben verliert sie, was man „Seven-out“ nennt, und danach wandern die Würfel zum nächsten Shooter.

Entscheidend ist der Rollenwechsel der Sieben.

Beim Come-Out ist sie Ihre Gewinnzahl, sobald ein Point steht, wird sie zur Verlustzahl. Alle Würfe dazwischen, die weder Point noch Sieben zeigen, ändern an Ihrer Pass-Line-Wette nichts, auch wenn am Tisch gerade jemand anderer jubelt.

Ihre erste Pass-Line-Runde in fünf Schritten

Die folgende Abfolge gilt für RNG-Craps und Live Casino gleichermaßen. Wir haben sie an veröffentlichten Regelblättern von Spielbanken ausgerichtet, deren Grundregeln für die Pass Line übereinstimmen.

  • Schritt 1

    Spielregeln und Tischlimits in der Hilfe prüfen

    Öffnen Sie vor dem ersten Einsatz die Hilfe-Seite des Spiels. Dort stehen Mindest- und Höchsteinsatz, die erlaubte Höhe der Odds-Wette und die Auszahlungen der Field-Wette, die je nach Variante abweichen.
  • Schritt 2

    Den Einsatz auf die Pass Line setzen

    Platzieren Sie Ihren Chip vor dem Come-Out-Roll auf dem Feld Pass Line. Wählen Sie für die Lernphase den kleinsten Betrag, den der Tisch zulässt, damit Sie mehrere Serien in Ruhe mitverfolgen können.
  • Schritt 3

    Das Ergebnis des Come-Out-Wurfs lesen

    Sieben oder Elf bringen sofort einen Gewinn im Verhältnis 1:1, Zwei, Drei oder Zwölf kosten den Einsatz. Jede andere Summe wird zum Point und bleibt markiert, bis die Serie entschieden ist.
  • Schritt 4

    Nach dem Point die Odds-Wette ergänzen

    Steht der Point, dürfen Sie hinter Ihre Pass-Line-Wette eine Odds-Wette legen. Sie zahlt zur echten Wahrscheinlichkeit aus: 2:1 auf Vier und Zehn, 3:2 auf Fünf und Neun, 6:5 auf Sechs und Acht.
  • Schritt 5

    Auf Point oder Seven-out warten

    Fällt der Point erneut, gewinnen Pass Line und Odds. Kommt zuerst die Sieben, sind beide Einsätze verloren. Danach beginnt eine neue Serie mit einem frischen Come-Out-Roll, und Sie entscheiden neu über den Einsatz.
Expertenkommentar

Was wir in den Regelblättern zuerst prüfen, ist das Odds-Limit, weil es von Spiel zu Spiel unterschiedlich ausfällt und in der Hilfe manchmal weit unten steht. Erlaubt eine Variante gar keine Odds-Wette, fehlt Ihnen die einzige Wette ohne Hausvorteil, und die Rechnung aus Schritt vier entfällt.

Odds-Wette und Come-Wetten verstehen

Die Odds-Wette ist das einzige Feld am Craps-Tisch, auf dem das Casino rechnerisch nichts verdient. Sie ist auf dem Layout nicht beschriftet und wird hinter die bestehende Pass-Line-Wette gelegt, sobald ein Point feststeht. Ihre Auszahlung entspricht genau der Wahrscheinlichkeit, dass der Point vor der Sieben fällt.

Ein Beispiel macht das greifbar. Ist der Point eine Vier, gibt es drei Kombinationen für die Vier und sechs für die Sieben, die Chance steht also 1 zu 2. Folglich zahlt die Odds-Wette 2:1, und auf 10 Euro Odds erhalten Sie 20 Euro Gewinn.

Je höher die erlaubte Odds-Wette im Verhältnis zur Pass Line ausfällt, desto stärker sinkt der kombinierte Hausvorteil. Bei einfachen Odds liegt er laut gängigen Wahrscheinlichkeitstabellen bei rund 0,85 Prozent, bei dreifachen Odds bei etwa 0,47 Prozent. Der Haken dabei: Den Anteil ohne Hausvorteil können Sie nur zusätzlich setzen, nie allein, und Ihr gesamter Einsatz pro Serie wächst entsprechend mit.

Come-Wetten funktionieren wie eine Pass-Line-Wette, die mitten in einer laufenden Serie startet.

Der nächste Wurf ist dann Ihr persönlicher Come-Out: Sieben und Elf gewinnen, Zwei, Drei und Zwölf verlieren, jede andere Zahl wird Ihr eigener Point. Für Einsteiger bringen Come-Wetten vor allem mehr gleichzeitig laufende Einsätze, aber keinen rechnerischen Vorteil gegenüber der Pass Line.

Auszahlung und Hausvorteil der wichtigsten Wetten

WetteAuszahlungHausvorteil
Pass Line1:11,41 %
Don't Pass1:1, Zwölf als Push1,36 %
Field1:1, Zwei und Zwölf 2:15,56 %
Any Seven4:116,67 %
Expertenkommentar

Die Field-Wette ist der Wert, den wir in jeder Spielhilfe nachlesen: Zahlt eine Variante 3:1 auf die Zwölf, sinkt ihr Hausvorteil auf rund 2,78 Prozent. Any Seven zahlt in den geprüften Regelblättern durchgehend 4:1 und bleibt damit die teuerste Wette dieser Tabelle.

Pass Line oder Don't Pass wählen

Die Don’t-Pass-Wette ist das Spiegelbild der Pass Line. Beim Come-Out verliert sie bei Sieben und Elf, gewinnt bei Zwei und Drei, und die Zwölf gilt als Push (unentschieden, der Einsatz bleibt stehen). Steht ein Point, gewinnt sie, wenn die Sieben vor dem Point fällt.

Rechnerisch ist diese Seite minimal günstiger, mit 1,36 statt 1,41 Prozent Hausvorteil. Als RTP ausgedrückt (Return to Player, der langfristige Rückfluss an die Spieler) sind das rund 98,64 gegenüber 98,59 Prozent. Diese Werte gelten für die Standardregeln, abweichende Varianten müssen ihre eigenen Zahlen in der Spielhilfe nennen, sonst bleiben sie unbestätigt.

Der Unterschied ist kleiner als jede Marketingzahl rund um Craps.

Mehr Gewicht hat die Praxis. Don’t-Pass-Spieler wetten gegen den Shooter und damit gegen die Mehrheit am Tisch, was im Live Casino kaum jemand bemerkt, am echten Tisch aber Stimmung kosten kann. Außerdem legen Sie auf dieser Seite die Odds (Lay Odds) und setzen dabei mehr ein, als Sie gewinnen können.

Beide Wetten im direkten Vergleich

Die fünf Kriterien beruhen auf den Standardregeln aus Spielbank-Regelblättern und den dort genannten Auszahlungen. Wo keine Seite klar vorne liegt, haben wir beide als gleichwertig markiert.

Pass Line

Don't Pass

Hausvorteil 1,41 %Hausvorteil 1,36 %
Sofortgewinn bei 7 und 11, also 8 von 36 KombinationenSofortgewinn bei 2 und 3, also 3 von 36 Kombinationen
Nach dem Point gegen die häufigere SiebenNach dem Point mit der häufigeren Sieben
Odds nehmen: 0 % Hausvorteil, Gewinn über EinsatzOdds legen: 0 % Hausvorteil, Einsatz über Gewinn
Spielt mit dem Shooter und der TischmehrheitSpielt gegen den Shooter
Expertenkommentar

Für den Einstieg raten wir zur Pass Line, obwohl die nackte Zahl knapp für Don’t Pass spricht. Fünf Hundertstel Prozentpunkte Hausvorteil wiegen weniger als ein Ablauf, den Sie sofort mitlesen können. Wer die Regeln sicher beherrscht, kann die Seite später immer noch wechseln.

Craps online und am Handy in Österreich

Für Craps gilt in Österreich dieselbe Rechtslage wie für alle anderen Casinospiele im Internet. Laut Bundesministerium für Finanzen dürfen Glücksspiele online nur mit einer Konzession nach dem Glücksspielgesetz entgeltlich angeboten werden. Solange die bestehende Online-Konzession gilt, halten sie die Österreichischen Lotterien mit ihrer Plattform win2day, die auf ihrem Blog auch Craps beschreibt.

Eine Reform mit einem offenen Konzessionssystem für mehrere Online-Anbieter hat die Regierung vorgelegt. Bei unserer Recherche war sie ein Entwurf im parlamentarischen Verfahren und noch nicht beschlossen, daher lässt sich seriös nicht sagen, welche Anbieter nach einer Öffnung Craps im Programm haben werden.

Am Handy lohnt vor allem ein Blick auf die Bedienung.

Das Craps-Layout ist breit und dicht beschriftet, auf einem kleinen Bildschirm liegen Felder wie Field und Come eng beieinander. Gute mobile Umsetzungen arbeiten mit Zoom oder einem vereinfachten Wettmenü, schwächere verkleinern einfach den Desktop-Tisch. Live-Craps braucht zusätzlich einen stabilen Videostream, der im mobilen Netz typischerweise anfälliger ist als im WLAN. Prüfen Sie deshalb im Hilfebereich, ob sich eine gesetzte Wette eindeutig wieder entfernen lässt, bevor Sie echtes Geld einsetzen.

Häufige Fragen zum Craps-Spiel

Welche Craps-Wette eignet sich für Einsteiger?

Die Pass Line, ergänzt um die Odds-Wette, sobald ein Point steht. Die Pass Line hat einen Hausvorteil von 1,41 Prozent, die Odds-Wette zahlt zur echten Wahrscheinlichkeit und hat gar keinen.

Was bedeutet der Point beim Craps?

Der Point ist die Zahl aus dem Come-Out-Roll, wenn dort Vier, Fünf, Sechs, Acht, Neun oder Zehn fällt. Er muss erneut fallen, bevor eine Sieben kommt, damit die Pass Line gewinnt.

Warum ist die Sieben so wichtig?

Mit sechs von 36 Kombinationen ist die Sieben die häufigste Augensumme. Beim Come-Out gewinnt sie die Pass Line, nach einem Point beendet sie die Serie als Seven-out.

Wie hoch ist der RTP bei Craps?

Das hängt von der Wette ab. Für die Pass Line ergeben die Standardregeln rund 98,6 Prozent, für Any Seven nur etwa 83,3 Prozent. Abweichende Varianten nennen ihre Werte in der Spielhilfe.

Lässt sich Craps mit einem System schlagen?

Nein. Kein Einsatzsystem verändert den Hausvorteil der einzelnen Wetten. Sie halten ihn nur niedrig, indem Sie bei Pass Line, Don’t Pass und Odds bleiben und Einzelwurf-Wetten meiden.

Ist Online-Craps in Österreich erlaubt?

Online-Casinospiele dürfen in Österreich nur mit einer Konzession nach dem Glücksspielgesetz angeboten werden. Solange die bestehende Online-Konzession gilt, liegt sie bei den Österreichischen Lotterien mit der Plattform win2day.

Unterscheidet sich RNG-Craps von Live-Craps?

Die Grundregeln sind gleich. Beim RNG-Spiel bestimmt ein Zufallszahlengenerator das Ergebnis, im Live Casino fallen echte Würfel vor der Kamera. Tischlimits und Auszahlungen der Zusatzwetten können sich zwischen Varianten unterscheiden.

Volkan Kaya
Autor des Artikels: Volkan Kaya
Analyst für Spiele, Software und Plattformen
Schreibt über Slots, Live-Casino und Casino-Software und gibt jede Auszahlungsquote mit der Version an, auf die sie sich bezieht. Am Handy beschreibt er, wann eine Plattform ins Stocken kommt.

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