Soft Hand und Hard Hand im Blackjack

Volkan Kaya
Zuletzt aktualisiert am 24. August 2026, 16:07
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Eine Soft Hand ist im Blackjack eine Hand mit einem Ass, das als 11 zählt, ohne dass die Summe 21 übersteigt; eine Hard Hand hat entweder kein Ass oder ein Ass, das zwingend als 1 gewertet werden muss. Der Unterschied entscheidet darüber, ob Sie mit der nächsten Karte überkaufen (also über 21 kommen) können. Ass und Sechs ergibt eine Soft 17, Zehn und Sieben dagegen eine Hard 17.

Soft Hand und Hard Hand

So wird eine Soft Hand zur Hard Hand

Gezählt wird zuerst jedes Ass als 11. Übersteigt die Summe damit 21, wird ein Ass auf 1 herabgestuft, und sobald kein Ass mehr als 11 zählt, ist die Hand hart.

Ein Beispiel zeigt, wie schnell das kippt: Ass und Drei ergibt eine Soft 14, also wahlweise 4 oder 14. Ziehen Sie nun eine Acht, käme die Hand mit dem Ass als 11 auf 22, daher zählt es ab sofort als 1, und aus der Soft 14 wird eine Hard 12. Bei zwei Assen kann höchstens eines als 11 zählen, weil zwei Elfer allein schon 22 ergeben würden.

Eine Soft Hand kann durch eine einzige weitere Karte nie überkaufen.

Wo Ihnen der Unterschied am Tisch begegnet

Am deutlichsten sehen Sie die Trennung in Basic-Strategy-Tabellen (mathematisch ermittelte Entscheidungstabellen), die harte und weiche Summen in getrennten Blöcken führen. Mit einer Hard 16 bedeutet jede Karte ab der Sechs das Aus, mit einer Soft 16 riskieren Sie beim Ziehen nichts.

Die Spielerklärung von Casinos Austria schreibt eine weiche Hand in Doppelform, etwa Ass und Sechs als „7/17“. Wie Live-Casino- und RNG-Tische die Summe einblenden, legt jeder Spielehersteller selbst fest.

Wer nur die größere Zahl liest, spielt eine Soft Hand meist zu vorsichtig.

Soft 17 als Regel für den Dealer

Oft verwechselt wird der Begriff mit der Dealer-Regel zur Soft 17. Steht am Tisch „S17“, bleibt der Dealer auf jeder 17 stehen, auch auf Ass und Sechs; bei „H17“ muss er eine Soft 17 noch einmal ziehen und hält erst ab einer harten 17.

Für Sie ist H17 die ungünstigere Regel. Nach den Regelberechnungen von Wizard of Odds steigt der Hausvorteil (der rechnerische Vorteil des Casinos) bei sonst gleichen Regeln um rund 0,22 Prozentpunkte. Für sechs Decks mit Verdoppeln nach Split und Late Surrender werden etwa 0,43 % gegenüber 0,65 % genannt.

Welche Variante gilt, legt jeder Anbieter selbst fest, deshalb prüfen wir zuerst den Aufdruck am Tisch oder die Regelseite des Spiels.

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